Technik
Largest Contentful Paint misst, wann das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist, und gilt als wichtigster Wert der Core Web Vitals.
Largest Contentful Paint, kurz LCP, hält den Zeitpunkt fest, zu dem das größte im sichtbaren Bereich dargestellte Element vollständig geladen ist. Meist handelt es sich dabei um das Titelbild, ein Video-Vorschaubild oder einen großen Textblock. Der Wert gehört zu den Core Web Vitals und beantwortet die Frage, ab wann eine Seite für Besucher brauchbar wirkt.
Als gut gilt ein LCP bis 2,5 Sekunden. Zwischen 2,5 und 4 Sekunden gilt der Wert als verbesserungswürdig, darüber als schlecht. Bewertet wird jeweils der Wert, den 75 Prozent der Aufrufe erreichen, gemessen bei echten Besuchern statt im Labor.
First Contentful Paint hält fest, wann überhaupt etwas erscheint, und das kann bereits eine Überschrift oder ein Ladebalken sein. LCP dagegen wartet auf das prägende Element. Genau diese Unterscheidung macht LCP aussagekräftiger, denn eine Seite, auf der zuerst nur ein Platzhalter erscheint, wirkt für Besucher weiterhin unfertig.
Der LCP setzt sich aus vier Abschnitten zusammen: der Antwortzeit des Servers, der Ladezeit für Stylesheets und Skripte, der Ladezeit des Elements selbst und schließlich seiner Darstellung. Bei den meisten Websites entfällt der größte Anteil auf die ersten beiden Abschnitte, also auf Wartezeiten noch vor dem eigentlichen Bild.
Am meisten bewirkt gewöhnlich die Behandlung des Titelbilds: Es sollte in moderner Kompression vorliegen, in der tatsächlich benötigten Größe ausgeliefert werden und über fetchpriority="high" Vorrang erhalten. Ergänzend helfen ein schnell antwortender Server, das Vorladen der verwendeten Schriften und der Verzicht auf Skripte, die den Seitenaufbau blockieren. Wo eine Seite bereits als fertiges HTML ausgeliefert wird, entfällt ein erheblicher Teil dieser Wartezeit von vornherein.
Die Google Search Console zeigt im Bericht zu den Core Web Vitals, welche Adressen den Schwellenwert verfehlen, und gruppiert sie nach Ursache. Für die Fehlersuche an einer einzelnen Seite eignet sich PageSpeed Insights, weil dort neben dem Messwert auch das erkannte Element benannt wird.