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Snippet

Ein Snippet ist der beschreibende Textauszug unter dem Titel eines Suchergebnisses, den Google überwiegend automatisch aus dem Inhalt der Seite erstellt.

Als Snippet bezeichnet Google den beschreibenden oder zusammenfassenden Teil eines Suchergebnisses, der in der Google Suche und in Diensten wie Google News unter dem Titellink steht. Den Titellink bildet Google unter anderem aus dem Title-Tag und aus Überschriften der Seite, während das Snippet Nutzern bei der Entscheidung helfen soll, ob sie ein Ergebnis anklicken. In der Galerie der visuellen Elemente von Google Search Central zählt das Snippet gemeinsam mit Quellenangabe, Titellink und Datum zu den Bestandteilen eines Textergebnisses.

Wie Google ein Snippet erstellt

Snippets entstehen nach der Dokumentation von Google Search Central automatisch und überwiegend aus dem Inhalt der Seite selbst. Sie heben den zur jeweiligen Suchanfrage passenden Teil des Inhalts hervor, weshalb dieselbe Seite bei verschiedenen Suchen unterschiedliche Snippets erhalten kann. Eine hinterlegte Meta-Beschreibung verwendet Google dann, wenn sie Nutzern eine genauere Beschreibung der Seite bietet als ein direkt entnommener Textabschnitt. Einzelne Snippets ändert Google nach eigener Aussage nicht von Hand, sondern bemüht sich laufend um möglichst relevante Auszüge.

Eine feste Zeichengrenze für die Meta-Beschreibung nennt Google nicht, kürzt das Snippet in den Ergebnissen aber bei Bedarf und in der Regel auf die Breite des Geräts. Nach dem HTML-Standard der WHATWG soll der Wert description die Seite frei formuliert beschreiben und sich für ein Seitenverzeichnis wie eine Suchmaschine eignen, wobei je Dokument nur ein solches meta-Element erlaubt ist. Google empfiehlt eine eigene Beschreibung je Seite und nennt für Produktseiten Angaben wie Preis und Hersteller als geeigneten Inhalt. Beschreibungen aus aneinandergereihten Suchbegriffen erscheinen nach Angabe von Google seltener als Snippet, während programmatisch erzeugte Texte für große Datenbank-Websites ausdrücklich erwünscht sind, solange sie lesbar bleiben.

Steuerung über robots-Regeln und HTML-Attribut

Mit der Regel nosnippet im robots-Meta-Tag unterbinden Sie für eine Seite das Text-Snippet und die Videovorschau, wobei ein statisches Vorschaubild laut Google weiterhin erscheinen kann. Die Regel max-snippet begrenzt das Snippet auf eine bestimmte Zahl von Zeichen, der Wert 0 entspricht dabei nosnippet und der Wert -1 überlässt Google die Länge. Einzelne Passagen nehmen Sie mit dem Attribut data-nosnippet aus, das Google ausschließlich an den Elementen span, div und section auswertet. Alle Regeln des robots-Meta-Tags lassen sich nach der Dokumentation von Google Search Central auch als X-Robots-Tag im HTTP-Header einer Antwort übermitteln.

Da Google das Rendern einer Seite nicht garantiert, setzen Sie data-nosnippet am besten gleich beim Einfügen eines Elements per JavaScript und ändern es an vorhandenen Knoten nicht nachträglich. Die Regeln nosnippet und max-snippet gelten laut Dokumentation für alle Formen von Suchergebnissen einschließlich AI Overviews und AI Mode und begrenzen dort, wie viel Inhalt direkt in eine KI-Antwort einfließt. Umgekehrt setzt ein Link in diesen KI-Funktionen voraus, dass die Seite indexiert ist und mit einem Snippet angezeigt werden darf. Strukturierte Daten bleiben von diesen Regeln weitgehend unberührt, sodass ein Rezept auch bei begrenzter Textvorschau für Rich Snippets infrage kommt, ausgenommen sind lediglich Beschreibungswerte wie article.description.

Abgrenzung zum Featured Snippet

Ein Featured Snippet ist laut Google ein besonderes Feld, in dem die übliche Anordnung eines Suchergebnisses umgekehrt ist und das beschreibende Snippet zuerst erscheint. Die Regel nosnippet und mit data-nosnippet markierte Passagen wirken auf beide Formen, wobei nosnippet Vorrang hat, sobald beide auf einer Seite vorkommen. Möchten Sie nur das hervorgehobene Feld vermeiden, rät Google zu schrittweise niedrigeren Werten für max-snippet, da ein Featured Snippet genügend Text voraussetzt. Eine feste Mindestlänge nennt Google dafür nicht, und als sicheres Mittel bezeichnet die Dokumentation allein nosnippet. Eine Seite selbst als Featured Snippet auszuzeichnen, ist nach Angabe von Google ausgeschlossen, da die Systeme der Suche darüber entscheiden.

Deeplinks und Kontrolle in der Search Console

Innerhalb eines Snippets kann Google einen „Read more“-Deeplink anzeigen, der Nutzer direkt zu einem bestimmten Abschnitt der Seite führt. Solche Links werden laut Google wahrscheinlicher, wenn der Inhalt ohne Aufklappen oder Reiterwechsel sichtbar ist und kein Skript beim Laden die Scrollposition festlegt. Verändert Ihre Seite beim Laden über die History-API oder window.location.hash die Adresse, sollte das Fragment mit dem Rautezeichen erhalten bleiben, weil sonst der Sprung zum Abschnitt ausbleibt.

Prüfen Sie das Snippet am besten mit den Suchanfragen, für die eine Seite gefunden werden soll, und vergleichen Sie den angezeigten Text mit Ihrer hinterlegten Beschreibung. Ob eine Regel wie nosnippet beim Googlebot ankommt, zeigt das URL-Prüftool der Search Console mit dem HTML-Code, den Google beim Crawlen erhalten hat. Über dasselbe Werkzeug beantragen Sie ein erneutes Crawlen, denn bis eine Änderung sichtbar wird, vergehen laut Google je nach Crawling-Häufigkeit einige Tage bis mehrere Monate.

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