GlossarAnalytics
Die Verweildauer beschreibt, wie lange Besucher auf einer Seite bleiben, und gilt als Hinweis darauf, wie überzeugend ein Inhalt ist.
Die Verweildauer misst, wie viel Zeit Besucher auf einer Seite oder Website verbringen. Sie ist ein Hinweis darauf, ob ein Inhalt hält, was die Überschrift verspricht. Bleiben Nutzer länger und lesen weiter, spricht das für Relevanz. Springen sie sofort wieder ab, passt meist etwas nicht.
Für sich genommen ist die Zahl mit Vorsicht zu genießen. Eine kurze Verweildauer muss nicht schlecht sein, etwa wenn jemand eine knappe Antwort schnell findet und zufrieden geht. Erst im Zusammenhang mit anderen Signalen entsteht ein klares Bild. Gemeinsam mit der Absprungrate und der Conversion-Rate zeigt sie, ob ein Inhalt sein Ziel erreicht. Google wertet solche Verhaltenssignale nicht direkt aus, doch sie spiegeln oft dieselbe Qualität wider, die auch das Ranking stützt.
Eine längere Verweildauer erreichen Sie nicht mit Tricks, sondern mit echtem Mehrwert.
Am Ende ist die Verweildauer kein Selbstzweck. Sie ist ein Spiegel dafür, wie gut Sie die Bedürfnisse Ihrer Besucher treffen. Welche Kennzahlen wirklich zählen und welche nur schön aussehen, ordnen wir im Beitrag zu den Kennzahlen, die wirklich zählen, ein.
Bei der Verweildauer lohnt ein zweiter Blick, denn die Messung ist tückisch. Verlässt ein Nutzer eine Seite, ohne eine weitere aufzurufen, kann ein Analyseprogramm die verbrachte Zeit oft gar nicht sauber erfassen. Eine scheinbar sehr kurze Verweildauer muss deshalb nicht bedeuten, dass jemand sofort abgesprungen ist. Verlassen Sie sich daher nie auf eine einzelne Zahl, sondern betrachten Sie Entwicklungen über die Zeit und im Vergleich ähnlicher Seiten. So erkennen Sie echte Muster statt zufälliger Ausschläge. Die Verweildauer ist ein hilfreicher Hinweis, aber kein Urteil, das man isoliert fällen sollte.