Analytics
Die aktuelle Fassung von Googles Analysewerkzeug. Sie zeichnet das Verhalten auf einer Website als einzelne Ereignisse auf, statt in Sitzungen und Seitenaufrufen zu denken.
Google Analytics 4, meist als GA4 abgekürzt, löste 2023 die Vorgängerfassung Universal Analytics ab. Der wichtigste Unterschied liegt im Denkmodell: Wo früher Sitzungen und Seitenaufrufe im Mittelpunkt standen, zählt heute jedes Ereignis für sich – ein Klick, ein Scrollvorgang, ein abgeschicktes Formular.
Für die tägliche Arbeit heißt das vor allem: Was gemessen werden soll, muss zuvor als Ereignis festgelegt werden. Einige Vorgänge erfasst GA4 von sich aus, etwa Scrolltiefe und ausgehende Klicks. Alles Weitere, also Formularabsendungen, Anrufe über eine verlinkte Nummer oder das Herunterladen eines Merkblatts, richten Sie selbst ein. Diese Ereignisse lassen sich anschließend als Conversion kennzeichnen und mit dem Conversion-Tracking verknüpfen.
In Deutschland setzt der Einsatz eine wirksame Einwilligung voraus, weil personenbezogene Daten verarbeitet und in aller Regel in Drittländer übermittelt werden. Ohne Zustimmung darf kein Messcode geladen werden. Über den Consent Mode lassen sich zumindest anonymisierte Signale erfassen, wenn jemand ablehnt.
Der Einstieg gelingt über drei Ansichten. Die Akquisition zeigt, woher Besucher kommen – aus der organischen Suche, über Anzeigen, aus sozialen Netzwerken oder direkt. Das Engagement listet, welche Seiten tatsächlich gelesen werden und wie lange. Und die Monetarisierung beziehungsweise die Conversion-Übersicht hält fest, wie oft die festgelegten Ereignisse ausgelöst wurden. Alles Weitere lässt sich über frei zusammengestellte Berichte ergänzen, ist für den Anfang aber entbehrlich.
Für Fragen zur Sichtbarkeit in der Suche bleibt die Google Search Console die passende Quelle. GA4 zeigt, was auf der Website geschieht, nicht aber, über welche Suchanfragen jemand dorthin gelangt ist. Beide Werkzeuge ergänzen sich und ersetzen einander nicht.