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Sprachmodell (LLM)

Ein Sprachmodell ist ein trainiertes System, das Texte verarbeitet und erzeugt, indem es jeweils die wahrscheinlichste Fortsetzung bestimmt.

Ein Sprachmodell, im Englischen Large Language Model und abgekürzt LLM, ist ein System, das aus sehr großen Textmengen gelernt hat, wie Sprache aufgebaut ist. Auf dieser Grundlage bestimmt es zu einer Eingabe jeweils die wahrscheinlichste Fortsetzung und erzeugt so Antworten, Zusammenfassungen oder Übersetzungen. Bekannte Vertreter sind Gemini, Claude und GPT.

Die Funktionsweise in Kürze

Der Text wird zunächst in kleine Einheiten zerlegt, sogenannte Token, die etwa Wortteilen entsprechen. Das Modell berechnet für jede Position, welches Token am wahrscheinlichsten folgt, und setzt den Text Stück für Stück zusammen. Ein eigentliches Verständnis im menschlichen Sinn steckt dahinter nicht, wohl aber ein außerordentlich dichtes Abbild sprachlicher Zusammenhänge.

Warum das für Sichtbarkeit zählt

Sprachmodelle stecken inzwischen hinter den AI Overviews in der Google-Suche und hinter Assistenten, die Rechercheanfragen beantworten. Sie fassen dabei mehrere Quellen zusammen und nennen einen Teil davon. Für Websites verschiebt sich damit das Ziel: Neben der Platzierung in der Ergebnisliste zählt, ob die eigenen Inhalte in solchen Antworten aufgegriffen werden — ein Feld, das unter GEO zusammengefasst wird.

Was diese Systeme bevorzugt aufgreifen

Gut zitierfähig sind Inhalte, die eine Frage klar benennen und unmittelbar beantworten, die mit Zahlen, Datumsangaben und Quellen arbeiten und die eindeutige Bezeichnungen verwenden. Umgekehrt bleiben Texte unberücksichtigt, deren Aussage sich erst über mehrere Absätze erschließt. Wer möchte, kann über eine llms.txt zusätzlich hinterlegen, welche Inhalte einer Website besonders geeignet sind.

Grenzen im Umgang

Sprachmodelle geben auch dann eine flüssig formulierte Antwort, wenn ihre Grundlage dünn ist; erfundene Angaben werden als Halluzination bezeichnet. Für redaktionelle Arbeit heißt das, Zahlen, Namen und Zitate grundsätzlich gegenzuprüfen. Als Werkzeug für Entwürfe, Gliederungen und Umformulierungen sind sie dagegen sehr brauchbar.

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