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Google-Unternehmensprofil einrichten: Kosten und Schritte

Das Google-Unternehmensprofil bringt Ihr Unternehmen in Google Maps und in die örtliche Suche. Die Einrichtung erfolgt kostenfrei und führt über eine Bestätigung Ihrer Inhaberschaft, für die Google mehrere Verfahren bereithält.

Beleuchtete Ladenfront am Abend, in deren Mitte ein großes leuchtendes Standortsymbol in Form einer Kartennadel schwebt.

Illustration: KI-generiert

Das Google-Unternehmensprofil ist jener Eintrag, der bei einer Suche nach Ihrem Namen als Knowledge Panel neben den Ergebnissen erscheint und das Unternehmen in Google Maps verzeichnet. Er führt Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Zugleich eröffnet er den Zugang zum Local Pack, jener Kartenbox mit drei Unternehmen, die Google über den Suchergebnissen einblendet und die auf Mobilgeräten den oberen Bildschirmrand füllt.

Für Unternehmen mit örtlicher Kundschaft bildet das Profil häufig den ersten Berührungspunkt, noch vor der eigenen Website. Für das Profil selbst erhebt Google keine Gebühr, weder bei der Anlage noch für die laufende Pflege; kostenpflichtig sind allein Anzeigen über Google Ads. Die Wartezeit bis zur Freischaltung reicht von wenigen Minuten bis zu zwei Wochen. Wie Sie den fertigen Eintrag anschließend aktiv vermarkten, behandelt ein eigener Beitrag.

Wann Ihnen ein Google-Unternehmensprofil zusteht

Google knüpft die Berechtigung an den Kundenkontakt. Ein Profil steht Ihnen offen, sobald Sie einen Standort führen, den Kunden aufsuchen können, oder die Leistung beim Kunden vor Ort erbringen. Damit erfasst die Regelung nahezu jedes Ladengeschäft, jede Praxis, jeden Handwerksbetrieb und jede Kanzlei.

Arbeiten Sie ohne Ladengeschäft, tritt an die Stelle einer Besuchsadresse das Einzugsgebiet, also die Orte, in denen Sie tätig sind. Google blendet die Adresse dann aus und zeigt stattdessen den bedienten Bereich. Welche Möglichkeiten sich daraus für die örtliche Sichtbarkeit ergeben, führt der Beitrag zu Local SEO ohne Ladengeschäft aus.

Bei der Adresse erwartet Google einen Ort, an dem Kunden Sie während der Öffnungszeiten tatsächlich antreffen, weshalb ein angemietetes Büro die Anforderung erfüllt, sobald es zu diesen Zeiten besetzt ist. Die Angaben sollten mithin dem entsprechen, was ein Kunde vor Ort vorfindet.

Das Google-Unternehmensprofil anlegen

Einen neuen Eintrag legen Sie über business.google.com/add an, tragen dort die Unternehmensdaten ein und wählen anschließend das Verfahren für die Bestätigung. Vorausgesetzt wird ein Google-Konto, das der Inhaberschaft dauerhaft zugeordnet bleibt und über das später jede Änderung läuft.

Häufig besteht der Eintrag bereits, da Google Angaben aus weiteren Quellen zusammenträgt. In diesem Fall suchen Sie das Unternehmen in Google Maps und wählen dort die Option, die Inhaberschaft geltend zu machen; der weitere Ablauf gleicht dem einer Neuanlage. Ein bestehender Eintrag führt vielfach schon Bewertungen, die Ihnen nach der Übernahme erhalten bleiben.

Das Anlegen und Beanspruchen bleibt nach Googles Vorgaben der Inhaberschaft selbst vorbehalten. Eine Agentur übernimmt die Pflege danach, sobald sie über das Konto Administratorrechte erhalten hat.

Bereits bei der Anlage empfiehlt sich eine Festlegung auf eine Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer. Ebendiese Angaben gehören anschließend auf die Website und in Branchenverzeichnisse, damit Google die Nennungen einander zuordnen kann. Welches Gewicht solche Signale für die örtliche Sichtbarkeit tragen, behandelt der Beitrag Lokal gefunden werden.

Die Inhaberschaft bestätigen lassen

Mit der Bestätigung weisen Sie Google gegenüber nach, dass Ihnen das Unternehmen gehört. Welche Verfahren dafür zur Auswahl stehen, ermittelt Google automatisch nach Unternehmenstyp, Region und Öffnungszeiten, weshalb sich die Möglichkeiten von Fall zu Fall unterscheiden.

Nach Eingabe des Codes folgt eine abschließende Prüfung, die bis zu fünf Arbeitstage in Anspruch nimmt. Der Code behält 30 Tage seine Gültigkeit, weshalb sich eine zügige Eingabe empfiehlt. Für eine Videoprüfung halten Sie am besten Geschäftsunterlagen und ein Firmenschild bereit.

Unser Tipp

Vor dem Start empfiehlt es sich, Gewerbeanmeldung, Firmenschild und ein Geschäftsdokument mit der Adresse bereitzulegen. Sollte die Wahl auf ein Videoverfahren fallen, gelingt der Nachweis damit im ersten Anlauf.

Name, Kategorie und Adresse im Profil

Der Name gehört so in das Profil, wie Sie ihn außerhalb von Google führen, also übereinstimmend mit Schild, Briefkopf und Website. Ein Eintrag mit dem reinen Firmennamen entspricht damit den Richtlinien, während Zusätze wie Slogans oder Telefonnummern in die jeweils dafür vorgesehenen Felder gehören.

Bei den Kategorien rät Google zur Sparsamkeit: so wenige wie möglich, dafür präzise auf Ihr Kerngeschäft bezogen. Die Hauptkategorie wiegt am schwersten, denn sie bestimmt, bei welcher Suchanfrage das Profil überhaupt in Betracht kommt. Weitere Kategorien bilden einzelne Leistungen ab und ergänzen das Bild um jene Anfragen, die Ihr Kerngeschäft umgeben.

Öffnungszeiten, Telefonnummer und die Adresse der Website vervollständigen den Eintrag. Gerade die Öffnungszeiten verdienen Pflege, weil Google abweichende Zeiten an Feiertagen gesondert hervorhebt und Ihre Kundschaft sich darauf verlässt. Der Aufwand beschränkt sich dabei auf wenige Einträge im Jahr.

Das Unternehmensprofil verwalten

Ist die Prüfung abgeschlossen, erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail, und die Angaben erscheinen vollständig im Eintrag. Von da an lassen sich weitere Personen als Inhaber oder Administrator hinzufügen. Bei wechselnden Zuständigkeiten empfiehlt es sich, mindestens zwei Personen als Inhaber zu führen, damit der Zugang bei einem Personalwechsel erhalten bleibt.

Verwaltet wird das Profil unmittelbar in der Google-Suche und in Google Maps: Angemeldet mit dem Inhaberkonto erscheinen die Bearbeitungsmöglichkeiten direkt am Eintrag. Die frühere eigenständige App hat Google zugunsten dieses Wegs eingestellt, weshalb aktuelle Anleitungen ohne den Begriff „Google My Business" auskommen.

Das Profil führt eigene Kennzahlen zu Aufrufen, Anrufen und Routenanfragen. Welche davon Ihre Entscheidungen tatsächlich tragen, ordnet der Beitrag zu den Kennzahlen, auf die es wirklich ankommt ein, während die Search Console die Sicht auf die Website ergänzt.

Neues im Google-Unternehmensprofil

Für den Kontakt steht heute die hinterlegte Telefonnummer bereit, bei geeigneten Konten zusätzlich eine Nummer für SMS oder WhatsApp. In einigen Regionen kommt die Buchung über „Mit Google reservieren" hinzu, mit der Termine unmittelbar aus der Suche entstehen. Die frühere Chatfunktion hat Google zum 31. Juli 2024 abgelöst, den Bereich Fragen und Antworten Ende 2025; für Ihre Erreichbarkeit treten damit die genannten Wege an deren Stelle.

Größeres Gewicht bekommt der Eintrag durch Ask Maps. Google beantwortet Fragen zu einem Unternehmen dabei mit einem Sprachmodell und stützt sich auf die Profilangaben, Bewertungen, Fotos und die hinterlegte Website. Die Funktion läuft bislang in den Vereinigten Staaten und in Indien, für Deutschland hat Google sie angekündigt.

Für Ihre Arbeit ergibt sich daraus ein klarer Zusammenhang: Was im Profil steht, wird zur Antwortquelle. Vollständige Angaben und gepflegte Fotos wirken damit auf dieselbe Sichtbarkeit, um die sich auch GEO und AEO kümmern, und die Erwähnungen in KI-Antworten speisen sich zunehmend aus denselben Quellen.

Fazit

Ein Google-Unternehmensprofil einzurichten kostet nichts und folgt einem festen Ablauf: die Berechtigung klären, den Eintrag anlegen oder übernehmen, die Inhaberschaft bestätigen und die Angaben vervollständigen. Den größten Teil der Wartezeit beansprucht die Bestätigung, die je nach Verfahren zwischen wenigen Minuten und zwei Wochen liegt.

Die Sorgfalt bei Name, Kategorie und Adresse wirkt dabei am längsten fort, denn diese Angaben entscheiden mit darüber, bei welchen Suchanfragen Ihr Unternehmen erscheint. Da Google die Profildaten inzwischen auch für generierte Antworten heranzieht, gewinnt ein vollständig gepflegter Eintrag zusätzlich an Gewicht.

Die Angaben zu Verfahren, Fristen und Funktionen geben den Stand vom 7. September 2026 wieder und stammen aus der Unternehmensprofil-Hilfe von Google. Verfügbarkeit und Ablauf können sich ändern; maßgeblich sind die offiziellen Angaben des Anbieters. Genannte Marken- und Produktnamen gehören ihren Inhabern und dienen hier der Beschreibung.

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