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Local SEO

In der eigenen Region gefunden werden — von der Karte bis zur Bewertung.

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Stilisiertes Google-Unternehmensprofil auf einem Smartphone mit Standort-Pin, Sternebewertungen und Aktions-Buttons.
Local SEO

Das Google-Unternehmensprofil besser vermarkten

Das Google-Unternehmensprofil ist eine kostenlose Marketingfläche mitten in der Suche. Wie Sie mit starken Bildern, Google-Beiträgen, echten Bewertungen und messbaren Anfragen mehr herausholen – richtlinienkonform und rechtssicher.

Local SEO im Überblick

6 Min. Lesezeit

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Local SEO umfasst alle Maßnahmen, durch die ein Unternehmen bei Suchanfragen mit örtlichem Bezug gefunden wird. Gemeint sind Anfragen wie „Steuerberater Günzburg" oder „Bäckerei in der Nähe", bei denen Google Ergebnisse nach dem Standort des Suchenden auswählt und bevorzugt Betriebe aus der Umgebung anzeigt.

Eine eigene Ergebnisseite mit eigenen Regeln

Bei örtlichen Anfragen unterscheidet sich die Ergebnisseite deutlich von der gewohnten Trefferliste. Oben erscheint eine Karte mit drei hervorgehobenen Betrieben, das sogenannte Local Pack, darunter folgen die klassischen Ergebnisse. Diese drei Plätze ziehen einen erheblichen Anteil der Klicks auf sich, weshalb sie das eigentliche Ziel örtlicher Sichtbarkeit darstellen.

Über die Auswahl entscheiden drei Größen, die Google selbst benennt. Die Relevanz beschreibt, wie gut ein Eintrag zur Anfrage passt. Die Entfernung bemisst den Abstand zwischen Suchendem und Betrieb. Und die Bekanntheit fasst zusammen, wie präsent ein Unternehmen im Netz insgesamt ist. Beeinflussen lassen sich vor allem die erste und die dritte Größe, während die Entfernung sich der Gestaltung entzieht.

Das Unternehmensprofil als Mittelpunkt

Den größten Hebel bietet das Google-Unternehmensprofil, denn es speist die Karte und erscheint bei einer Suche nach dem Firmennamen als Knowledge Panel neben den Ergebnissen. Ein vollständig ausgefülltes Profil enthält die genaue Bezeichnung des Betriebs, die Anschrift, die Öffnungszeiten einschließlich abweichender Feiertagsregelungen, die Telefonnummer, die Website sowie eine treffende Auswahl der Kategorien.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Hauptkategorie, weil sie stärker als jede andere Angabe darüber bestimmt, bei welchen Anfragen ein Profil überhaupt erscheint. Ergänzend lassen sich Leistungen, Produkte und Beiträge hinterlegen, außerdem Fotos, die den Betrieb von innen und außen zeigen. Wie sich daraus ein aktiv genutztes Schaufenster entwickelt, beschreibt Das Google-Unternehmensprofil besser vermarkten.

Gepflegt werden sollte das Profil fortlaufend, denn Google bevorzugt Einträge mit erkennbarer Aktivität. Neue Fotos alle paar Wochen, aktuelle Öffnungszeiten vor Feiertagen und gelegentliche Beiträge zu Angeboten oder Neuigkeiten kosten wenig Zeit und halten den Eintrag lebendig. Ebenso hilfreich ist der Bereich für Fragen und Antworten, den Sie mit den häufigsten Kundenfragen selbst vorbereiten können.

Bewertungen als Währung des Vertrauens

Kaum ein Merkmal wirkt bei örtlichen Entscheidungen stärker als die Bewertungen anderer Kunden. Neben der reinen Durchschnittsnote zählen dabei die Anzahl der Stimmen, ihre zeitliche Verteilung und die Antworten des Betriebs. Ein Profil mit vierzig Bewertungen aus den vergangenen zwölf Monaten wirkt lebendiger als eines mit hundert Bewertungen, deren jüngste vier Jahre zurückliegt.

Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine Rückmeldung, am besten unmittelbar nach einem gelungenen Auftrag und über einen kurzen Link. Antworten Sie anschließend auf jede Bewertung, auch auf kritische, sachlich und ohne Rechtfertigung. Diese Antworten lesen künftige Kunden mit und gewichten sie häufig stärker als die Bewertung selbst. Verboten bleibt der Ankauf von Bewertungen, da er sowohl gegen die Richtlinien von Google als auch gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Ebenso wenig zulässig ist es, ausschließlich zufriedene Kunden um eine Bewertung zu bitten und unzufriedene gezielt auszusparen. Bei offensichtlich unwahren oder beleidigenden Bewertungen bleibt der Weg über die Meldung an Google, in schwerwiegenden Fällen begleitet von rechtlicher Beratung.

Die eigene Website örtlich verankern

Das Profil allein trägt nur einen Teil. Ebenso zählt, ob die Website den örtlichen Bezug erkennen lässt. Nennen Sie Ort und Region dort, wo sie inhaltlich hingehören, also im Seitentitel, in Überschriften und im Fließtext, und verzichten Sie auf gehäufte Ortsnennungen, die den Text unlesbar machen.

Bewährt haben sich eigene Seiten je Standort und je Hauptleistung, sofern dafür tatsächlich eigener Inhalt vorliegt. Eine Seite über die Steuerberatung in Günzburg verdient andere Beispiele, andere Ansprechpartner und andere Wegbeschreibungen als jene für den Nachbarort. Hinzu kommen die Kontaktdaten im Seitenfuß, eine Anfahrtsbeschreibung und eine Auszeichnung der Geschäftsdaten mit strukturierten Daten, damit Suchmaschinen Anschrift und Öffnungszeiten sicher zuordnen. Aus dieser Auszeichnung entsteht mitunter ein Rich Snippet, also eine erweiterte Darstellung in den Ergebnissen mit Bewertungssternen oder Öffnungszeiten.

Denken Sie dabei an die Art, wie Menschen unterwegs suchen. Anfragen wie „geöffnet" oder „in der Nähe" werden häufig gesprochen gestellt und in ganzen Sätzen formuliert. Öffnungszeiten, Anfahrt und Leistungen in klarer Sprache auf der Website benannt werden von diesen Anfragen eher erfasst als Angaben, die allein in einer Grafik stehen.

Einheitliche Angaben im ganzen Netz

Neben Google führen zahlreiche weitere Verzeichnisse Angaben zu Betrieben, von Branchenbüchern über Kartendienste bis zu Bewertungsportalen. Entscheidend ist, dass Name, Anschrift und Telefonnummer überall in derselben Schreibweise stehen. Abweichungen erschweren Suchmaschinen die Zuordnung und schwächen dadurch die Bekanntheit, eine der drei Größen aus dem ersten Abschnitt.

Legen Sie diese Angaben deshalb einmal schriftlich fest, samt Rechtsform, Abkürzungen und Schreibweise der Straße, und verwenden Sie sie unverändert bei jedem Eintrag. Eine jährliche Durchsicht der wichtigsten Verzeichnisse genügt anschließend, um Abweichungen zu bemerken, die etwa nach einem Umzug oder einer geänderten Telefonnummer entstehen.

Über Google hinaus verdienen die Verzeichnisse Beachtung, die in Ihrer Branche tatsächlich genutzt werden. Für Handwerk und Gastronomie zählen andere Portale als für Kanzleien oder Arztpraxen, und ein gepflegter Eintrag in drei passenden Verzeichnissen wirkt stärker als dreißig beliebige. Apple Karten und Bing Places verdienen ebenfalls einen Eintrag, weil sie die Kartendienste vieler Geräte speisen.

Wirkung erkennen

Örtliche Sichtbarkeit lässt sich gut beobachten, weil das Unternehmensprofil eigene Auswertungen mitbringt. Aufschluss geben dort die Zahl der Aufrufe, die Suchbegriffe, über die Kunden das Profil gefunden haben, sowie die ausgelösten Handlungen wie Anrufe, Routenanfragen und Klicks auf die Website. Gerade die Routenanfragen zeigen deutlich, ob Menschen aus der Umgebung tatsächlich den Weg zu Ihnen suchen.

Ergänzend gibt die Search Console Aufschluss darüber, ob Ihre Website bei örtlichen Anfragen erscheint. Eine Betrachtung im Vierteljahresrhythmus genügt, weil sich örtliche Platzierungen langsamer bewegen als überregionale. Wie sich all das ohne großes Budget umsetzen lässt, führt Lokal gefunden werden aus. Die Beiträge weiter oben auf dieser Seite vertiefen die einzelnen Schritte.

Häufige Fragen

Was gehört alles zu Local SEO?

Vier Bereiche greifen ineinander: ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil, ein gepflegter Bestand an Bewertungen, eine Website mit erkennbarem örtlichem Bezug sowie einheitliche Angaben zu Name, Anschrift und Telefonnummer in allen Verzeichnissen. Zusammen bestimmen sie, ob ein Betrieb in der Karte über den Suchergebnissen erscheint.

Wie komme ich in die Karte mit den drei Betrieben?

Google wählt diese Plätze nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit aus. Die Entfernung ergibt sich aus dem Standort des Suchenden. Beeinflussen lässt sich vor allem die Relevanz über die Kategorien und die Vollständigkeit des Profils sowie die Bekanntheit über Bewertungen, Erwähnungen und eine gepflegte Website.

Wie wichtig sind Bewertungen für die örtliche Sichtbarkeit?

Sehr wichtig, und zwar in dreifacher Hinsicht. Die Durchschnittsnote beeinflusst die Entscheidung der Kunden, die Anzahl und Aktualität wirken auf die Einordnung durch Google, und Ihre Antworten zeigen künftigen Kunden, wie Sie mit Rückmeldungen umgehen. Der Ankauf von Bewertungen verstößt gegen die Richtlinien von Google und gegen das Wettbewerbsrecht.

Brauche ich eine eigene Seite je Ort?

Nur dann, wenn für jeden Ort tatsächlich eigener Inhalt vorliegt, also eigene Ansprechpartner, Beispiele oder Angaben zur Anfahrt. Mehrere Seiten mit gleichem Text und ausgetauschtem Ortsnamen bewertet Google als geringwertig. Bei einem einzigen Standort genügt eine gut gepflegte Kontakt- und Leistungsseite.

Wie schnell zeigt Local SEO Wirkung?

Ein vervollständigtes Unternehmensprofil wirkt oft schon nach zwei bis vier Wochen, weil Google die Angaben zügig übernimmt. Bewertungen und Bekanntheit wachsen langsamer und entfalten ihre Wirkung über mehrere Monate. Insgesamt geht örtliche Optimierung damit häufig schneller als überregionale, weil der Wettbewerb kleiner ist.

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