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Google Ads

Performance Max

Performance Max ist ein zielbasierter Kampagnentyp in Google Ads, der aus einer einzigen Kampagne Anzeigen im gesamten Google-Ads-Inventar ausliefert.

Performance Max ist nach der Google-Ads-Hilfe ein Kampagnentyp, der auf Zielvorhaben basiert und aus einer einzigen Kampagne heraus das gesamte Inventar von Google Ads bespielt, von der Suche über YouTube bis zu Gmail, Maps, Discover und dem Displaynetzwerk. Google beschreibt ihn als Ergänzung zu keywordbasierten Suchkampagnen, mit der sich zusätzliche Conversions und ein höherer Conversion-Wert erreichen lassen. Laut dem Google-Ads-Blog wurde der Kampagnentyp ab dem 2. November 2021 für alle Werbetreibenden weltweit freigegeben, und dieselbe Ankündigung sah vor, smarte Shopping-Kampagnen und lokale Kampagnen 2022 auf Performance Max umzustellen. Die Verteilung der Anzeigen einer Performance-Max-Kampagne auf diese Kanäle übernimmt Google AI anhand der Zielvorhaben, die Sie festlegen.

Wie Performance Max arbeitet

Beim Anlegen wählen Sie ein Zielvorhaben wie „Umsätze“ oder „Leads“, wobei Google daneben Zugriffe auf die Website und lokale Ladenbesuche vorsieht und auch Kampagnen ohne Zielvorhaben zulässt. Anschließend legen Sie fest, welche Conversion-Aktionen zählen, und hinterlegen bei Bedarf einen Ziel-CPA oder einen Ziel-ROAS als Richtwert. Danach steuert Google AI die Gebote und das Budget samt der Auswahl der Zielgruppen und übernimmt nach Angaben von Google auch Creatives und Attribution. Da Smart Bidding die Gebote in Echtzeitauktionen nach der Wahrscheinlichkeit einer Conversion bemisst, beschreibt Google für jedes Zielvorhaben ein Conversion-Tracking mit einem Google-Tag auf der Website und einem Ereignis-Snippet.

Als Gebotsstrategie stehen „Conversions maximieren“ und „Conversion-Wert maximieren“ zur Auswahl. Die erste eignet sich nach der Google-Ads-Hilfe für möglichst viele Leads oder Verkäufe, die zweite für Umsatz und Rendite, sofern das Tracking der Conversion-Werte zuverlässig arbeitet. Für das durchschnittliche Tagesbudget gilt, dass Google Ads die Ausgaben auf Tage mit höherer Aussicht auf Klicks und Conversions verlagert und das Budget deshalb an einzelnen Tagen überschreiten kann. In der Anfangszeit trägt die Gebotsstrategie unter Umständen den Status „Lernt“, weil Google AI die Kampagne dann noch anhand der vorhandenen Informationen optimiert.

Asset-Gruppen und Zielgruppensignale

Das Material einer Kampagne liegt in Asset-Gruppen, die Google als Sammlungen von Creatives zu einem bestimmten Thema oder für eine bestimmte Zielgruppe beschreibt. Aus den Assets einer Gruppe setzt Google AI die Anzeigen für alle Kanäle in beliebigen Kombinationen zusammen. Je Gruppe nennt die Hilfe bis zu 15 Anzeigentitel mit maximal 30 Zeichen, bis zu fünf lange Anzeigentitel und mehrere Textzeilen mit jeweils maximal 90 Zeichen sowie Bilder im Querformat 1,91:1 und im quadratischen Format. Google empfiehlt, die Gruppen nach den Bereichen oder Produktkategorien Ihrer Website zu ordnen und mindestens ein Video selbst hochzuladen, da das System andernfalls unter Umständen eines aus den übrigen Assets erzeugt.

Zielgruppensignale sind nach der Google-Ads-Hilfe optionale Vorschläge, mit denen Sie den Lernmodellen mitteilen, welche Menschen für Ihr Zielvorhaben infrage kommen. Dazu zählen eigene Daten wie Listen von Websitebesuchern oder Kundenlisten, benutzerdefinierte Segmente aus Suchbegriffen, URLs und Apps sowie demografische Merkmale und Interessen. Die Websitebesucherlisten entsprechen dem früheren Remarketing, das Google Ads inzwischen als „selbst erhobene Daten“ bezeichnet. Eine feste Grenze ziehen die Signale dabei nicht, denn Performance Max liefert laut Google auch außerhalb von ihnen aus, sobald eine hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit vorliegt.

Performance Max neben Suchkampagnen

Für Konten mit Suchkampagnen und Performance Max legt Google eine Reihenfolge der Auslieferung fest. Ein genau passendes Keyword mit exakter Übereinstimmung zur Suchanfrage hat Vorrang vor der Performance-Max-Kampagne, während Suchthemen dieselbe Priorität besitzen wie passende Wortgruppen und weitgehend passende Keywords. Ist die Suchkampagne durch ihr Budget eingeschränkt, liefert Performance Max nach Angaben von Google gelegentlich auch bei genau passenden Begriffen aus. Je Asset-Gruppe lassen sich bis zu 50 Suchthemen hinterlegen, mit denen Sie der KI Begriffe nennen, die sie Ihrer Website allein nicht entnehmen kann.

Zur Steuerung dienen auf Kampagnenebene Markenausschlüsse und auszuschließende Keywords, die jeweils nur für einen Teil des Inventars gelten. Auszuschließende Keywords wirken in Performance Max allein im Such- und Shopping-Inventar, Markenausschlüsse zusätzlich in der Suche auf YouTube. Die Keyword-Ausschlüsse auf Kampagnenebene kündigte Google im Januar 2025 für alle Werbetreibenden an, und im August 2025 kamen Listen hinzu, die sich auf mehrere Kampagnen zugleich anwenden lassen. Mit der Erweiterung der finalen URL erlauben Sie Google, die angegebene Zielseite passend zur Suchanfrage durch eine relevantere Landingpage zu ersetzen und dazu Anzeigentitel und Beschreibung zu erzeugen. Die Prüfung dieser Seiten und der erzeugten Assets auf Richtigkeit und Richtlinien bleibt nach der Hilfe Ihre Aufgabe.

Berichte und Abrechnung

Den Beitrag der einzelnen Kanäle zeigt der Bericht zur Kanalleistung, den Sie über das Menü „Kampagnen“ unter „Statistiken und Berichte“ aufrufen. Er schlüsselt die Ergebnisse nach den sechs Kanälen der Kampagne auf und meldet in einer Statusspalte etwa, wenn einem Kanal erforderliche Assets fehlen. Der Bericht zu Suchbegriffen enthält Daten ab März 2023 und zeigt, welche Suchanfragen Anzeigen ausgelöst haben, sodass Sie unpassende Begriffe dort direkt ausschließen können. Google rät, Performance Max auf Kampagnenebene zu bewerten, Conversions gegenüber Klicks und Impressionen vorzuziehen und Placement-Berichte zur Prüfung der Markensicherheit statt der Leistung heranzuziehen.

Für das Anlegen der Kampagne berechnet Google nichts, abgerechnet wird je nach Kanal wie bei den übrigen Kampagnentypen. In der Suche, bei Shopping und im Displaynetzwerk zahlen Sie für Klicks, also über den Cost-per-Click, bei In-Stream-Anzeigen auf YouTube nach Tausend Impressionen. In Gmail gilt bereits der Klick auf den Teaser zum Aufklappen der Anzeige als abrechenbare Interaktion, während der anschließende Klick zur Website ohne Berechnung bleibt. Die Preise bilden sich laut Google dynamisch aus den Ausgaben konkurrierender Werbetreibender in Ihrer Region, der Relevanz der Anzeige für die Suchanfrage und der Wahrscheinlichkeit, mit der eine Suche zum Kauf führt.

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