Google Ads
Werbung, die gezielt Menschen erreicht, die eine Website bereits besucht haben. Auch Remarketing genannt.
Beim Retargeting werden Anzeigen nur denjenigen gezeigt, die zuvor auf einer Website waren. Der Gedanke dahinter: Die allermeisten Besucher entscheiden sich beim ersten Kontakt nicht, und ein zweiter Anlauf trifft auf jemanden, der das Angebot bereits kennt.
Beim Besuch wird eine Kennung gesetzt, über die sich Geräte später wiedererkennen lassen. Auf dieser Grundlage bilden sich Zielgruppen: alle Besucher der letzten 30 Tage, alle mit abgebrochenem Bestellvorgang, alle, die eine bestimmte Seite gesehen haben. In Deutschland setzt das eine Einwilligung voraus, weshalb die entsprechenden Skripte erst nach Zustimmung laden dürfen.
Am stärksten wirkt Retargeting dort, wo zwischen erstem Interesse und Entscheidung Zeit vergeht: bei erklärungsbedürftigen Leistungen, größeren Anschaffungen oder abgebrochenen Bestellungen. Bei spontanen Käufen mit niedrigem Preis trägt der Aufwand selten.
Dieselbe Anzeige über Wochen hinweg wirkt schnell aufdringlich und beschädigt eher das Bild eines Anbieters, als dass sie hilft. Üblich ist deshalb eine Begrenzung der Einblendungen je Person sowie ein Zeitfenster, nach dem die Zielgruppe wieder verlassen wird. Bestandskunden gehören ausgeschlossen – sonst zahlen Sie dafür, Menschen ein Produkt anzubieten, das sie bereits besitzen.