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LinkedIn für Unternehmen: Unternehmensseite einrichten

Eine Unternehmensseite auf LinkedIn stellt Ihr Unternehmen mit Grunddaten, Beiträgen und offenen Stellen vor und lässt sich kostenlos anlegen. Welche Voraussetzungen gelten, welche Angaben das Profil braucht und wie Sie Rollen, Beiträge und Statistiken nach den Vorgaben von LinkedIn organisieren.

Frau im dunkelblauen Blazer steht in einem hellen Büro vor einer Fensterfront mit Stadtsilhouette und zeigt auf eine leuchtende, transparente Statistikanzeige mit steigender Kurve und Werten zu Followern, Reichweite, Klicks und Interaktionen.

Illustration: KI-generiert

Eine LinkedIn-Unternehmensseite gibt einen Überblick über Ihr Unternehmen mit Grunddaten wie Branche, Größe, Website und Fachgebieten und steht jedem Unternehmen ohne Gebühr zur Verfügung. Mitglieder informieren sich dort über Neuigkeiten, offene Stellen und die Unternehmenskultur, auch wenn sie der Seite selbst nicht folgen. Die Beiträge erscheinen im Namen des Unternehmens und stammen von den Admins der Seite, die LinkedIn je nach Aufgabe mit unterschiedlichen Rechten ausstattet.

Neben der Unternehmensseite bietet LinkedIn weitere kostenlose Seitentypen an, darunter Fokusseiten für einzelne Marken, Geschäftsbereiche oder Initiativen sowie Produktseiten zur Vorstellung einzelner Produkte. Für Dienstleistungsunternehmen im B2B-Geschäft kommt die Serviceseite in Betracht, über die Mitglieder eine Nachricht senden und ein Angebot anfordern können. Kostenpflichtig sind dagegen Karriereseiten, die Unternehmenskultur und offene Stellen für Bewerbende in eigenen Bereichen aufbereiten.

Voraussetzungen für eine LinkedIn-Unternehmensseite

Grundlage jeder Unternehmensseite ist ein persönliches LinkedIn-Profil, das nach den Empfehlungen von LinkedIn auf Ihren echten Namen lautet und mit einer bestätigten E-Mail-Adresse verknüpft ist. Empfehlenswert ist außerdem ein ausreichendes berufliches Netzwerk, das LinkedIn ausdrücklich als Vorbereitung für die Anlage einer Seite nennt. Erstellen lässt sich die Seite am Rechner oder in der iOS-App, während die Android-App das Anlegen von Unternehmensseiten derzeit nicht unterstützt.

Vor der Anlage prüfen Sie am besten über die Suche, ob für Ihr Unternehmen bereits eine Seite besteht, weil Sie in diesem Fall dort den Adminzugriff anfordern können. Eine von LinkedIn angelegte Platzhalterseite, in der Hilfe auch Listenseite genannt, übernimmt eine berechtigte Person aus dem Unternehmen und verwaltet sie anschließend wie eine selbst erstellte Seite. Doppelte Seiten lassen sich bei LinkedIn zur Entfernung oder Zusammenführung melden, während das Entfernen einer Seite allein den Super-Admins und dem Kundenservice von LinkedIn vorbehalten ist.

Die Unternehmensseite auf LinkedIn anlegen

Am Rechner öffnen Sie dazu das Menü oben rechts auf der Startseite, das LinkedIn je nach Ansicht als „Für Unternehmen“ oder „Produkte“ bezeichnet, und gehen danach in dieser Reihenfolge vor:

Die öffentliche Adresse folgt dem Muster linkedin.com/company/ mit dem gewählten Namen am Ende und besteht aus Kleinbuchstaben, Ziffern und Bindestrichen. Eine reine Zahlenfolge ist dabei ausgeschlossen, und Bindestriche dürfen weder doppelt hintereinander noch am Anfang oder am Ende der Adresse stehen. Ist die gewünschte Adresse bereits vergeben, wählen Sie am besten eine Variante, die Ihr Unternehmen weiterhin eindeutig bezeichnet.

Mit dem Klick auf „Seite erstellen“ werden Sie automatisch Super-Admin der neuen Seite und können anderen Personen eine Admin-Rolle zuweisen. Anschließend führt LinkedIn Sie zur Vervollständigung der Seite, und im Admin-Dashboard erscheinen weitere Aufgaben, die LinkedIn aus dem aktuellen Stand Ihrer Seite ableitet. In der iOS-App beginnt die Anlage dagegen auf einer beliebigen Unternehmensseite über das Symbol „Mehr“ und den Eintrag „Unternehmensseite erstellen“.

Profil und Impressum der Unternehmensseite vervollständigen

Für das Logo empfiehlt LinkedIn 400 × 400 Pixel bei einer Mindestgröße von 268 × 268 Pixeln und für das Titelbild 1.512 × 256 Pixel, jeweils als PNG- oder JPEG-Datei mit höchstens 3 MB. Da das Logo auf hellem wie auf dunklem Hintergrund erscheint und LinkedIn transparente Logos auf Weiß setzt, prüfen Sie am besten beide Darstellungen vor dem Hochladen. Das Titelbild schneidet LinkedIn je nach Bildschirm horizontal oder vertikal zu, weshalb wichtige Details in die Bildmitte gehören und nicht in die Randbereiche, besonders nicht in die untere rechte Ecke.

Im Bereich der Seiteninformationen steht der Slogan mit höchstens 120 Zeichen, der in einem Satz beschreibt, was Ihr Unternehmen tut und welche Kundschaft es bedient. Für die Übersicht im Bereich „Info“ stehen bis zu 2.000 Zeichen zur Verfügung, die sich nach LinkedIn Learning für Auftrag, Kundschaft und Nutzen Ihres Unternehmens sowie einen Hinweis auf den nächsten Schritt eignen. Bei Kundschaft in mehreren Ländern hinterlegen Sie die Beschreibung zusätzlich in einer weiteren Sprache.

Daneben empfiehlt LinkedIn die vollständige Angabe von Branche, Unternehmensgröße, Website und Standorten, wobei sich mehrere Standorte eintragen und einer davon als Hauptsitz markieren lässt. Branche, Unternehmensgröße und Übersicht sind zugleich Voraussetzung für Einladungen an Ihre Kontakte zum Folgen der Seite. Eine eigene Schaltfläche mit frei gewählter Zieladresse richten Sie unter „Seite bearbeiten“ ein, wobei sie ohne kostenpflichtige Premium-Unternehmensseite erst nach einem Klick auf „Mehr“ sichtbar wird. Als Ziel eignet sich am besten eine eigene Landingpage, die das Angebot aus Ihrer Übersicht aufgreift.

Nach Angaben der IHK Osnabrück gilt die Impressumspflicht nach § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes auch für Unternehmensauftritte in sozialen Netzwerken. Die Pflichtangaben müssen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein, wofür laut IHK zwei aufeinanderfolgende Links zur Seite mit den Angaben genügen. Als Bezeichnung für diesen Link hat sich „Impressum“ durchgesetzt, sodass Sie in der Übersicht Ihrer Unternehmensseite am besten unter diesem Wort die vollständige Adresse der Impressumsseite Ihrer Website nennen. Beim Auftritt von Instagram für Unternehmen übernimmt ein dauerhaft gesetzter Link in der Bio dieselbe Aufgabe.

Admin-Rollen vergeben und die Seite schützen

Für die Verwaltung unterscheidet LinkedIn drei Rollen für Seitenadmins, wobei Super-Admins über alle Rechte verfügen, Admins hinzufügen oder entfernen, die Seiteninformationen bearbeiten und die Seite deaktivieren können. Content-Admins erstellen und verwalten Beiträge und Events und dürfen Beiträge auch sponsern, während die Rolle „Analyst:in“ die Leistung der Seite über die Analysen beobachtet. Für Werbung kommen Paid-Media-Rollen hinzu, etwa für Sponsored Content im Campaign Manager oder für das Herunterladen von Leads aus Lead Gen Forms.

Neue Admins tragen Sie in der Super-Admin-Ansicht unter „Einstellungen“ und „Administrator:innen verwalten“ ein, indem Sie das Mitglied suchen, eine Rolle wählen und speichern. Infrage kommen dabei Kontakte ersten bis dritten Grades, und jede Person erhält höchstens eine Rolle als Seitenadmin, kann daneben aber mehrere Paid-Media-Rollen innehaben. LinkedIn empfiehlt die Vergabe nach der tatsächlichen Aufgabe und etwa die Rolle „Analyst:in“ für eine Person, die lediglich Auswertungen exportiert.

Direkt nach der Anlage tragen Sie am besten mindestens einen weiteren Super-Admin ein, damit die Seite verwaltbar bleibt, falls eine Person ihren Zugang verliert oder das Unternehmen verlässt. Zum Schutz empfiehlt LinkedIn außerdem, dass alle Admins die Zwei-Faktor-Authentifizierung für ihr Profil aktivieren und die vergebenen Rechte in regelmäßigen Abständen überprüfen. Als Super-Admin hinterlegen Sie zudem die E-Mail-Domains Ihres Unternehmens, sodass ausschließlich Personen mit einer bestätigten Adresse dieser Domains Stellenanzeigen unter Ihrer Seite veröffentlichen. Fehlt eine solche Domain, kann jedes Mitglied eine Stelle im Namen der Seite ausschreiben.

Ein Verifizierungsabzeichen weist die Seite als offiziellen Auftritt aus, steht nach Angaben von LinkedIn aber noch nicht allen Seiten zur Verfügung. Beantragen kann es ein Super-Admin am Rechner, sofern die Seite regelmäßig aktiv ist und eine Geschäftsbeziehung zu LinkedIn besteht, etwa über Anzeigen und Stellenanzeigen oder eine Premium-Unternehmensseite. Für den Antrag nennen Sie den rechtlichen Namen, die Website und die Geschäftsadresse und weisen die Kontrolle über die Domain Ihrer Website nach, wobei die Prüfung bis zu 48 Stunden dauern kann.

Beiträge, Follower und Statistiken der Unternehmensseite

Beiträge im Namen der Seite veröffentlichen Super-Admins und Content-Admins in der Admin-Ansicht unter „Seitenbeiträge“ über „Beitrag beginnen“, als Text oder Link, als Foto oder Video mit Untertiteln oder als Dokument. Vor dem Veröffentlichen legen Sie fest, ob der Beitrag alle Mitglieder oder eine ausgewählte Zielgruppe erreicht und ob Kommentare für alle oder für niemanden möglich sind. Für Beiträge mit Link empfiehlt LinkedIn ein eigenes Bild von 1.200 × 627 Pixeln, also im Seitenverhältnis 1,91 zu 1. Auf der Seite bleiben Beiträge bis zu einem Jahr oder bis zu 500 Seitenbeiträge lang sichtbar, wobei die zuerst erreichte Grenze gilt.

Über das Symbol unten rechts im Beitragsfenster planen Sie einen Beitrag frühestens eine Stunde und höchstens drei Monate im Voraus, wahlweise in Schritten von 30 Minuten oder zu einer genauen Uhrzeit. Ausgenommen von der Planung sind Veranstaltungen und Umfragen, Beiträge mit mehreren Fotos oder erneut geteilte Beiträge sowie Stellen und Servicebeiträge. Bewährt hat sich ein fester Rhythmus mit wenigen gut vorbereiteten Beiträgen, den Sie mit der Planung auch in arbeitsreichen Wochen halten und der den Social-Media-Trends 2026 entspricht.

Nach dem Veröffentlichen machen Admins die Beschäftigten über „Mehr“ am Beitrag und „Beschäftigte informieren“ auf einen Beitrag aufmerksam. Als Beschäftigte gelten Mitglieder, die Ihre Unternehmensseite im Bereich „Berufserfahrung“ ihres Profils angegeben haben, und die Benachrichtigung setzt mindestens zwei solcher Verknüpfungen voraus. Möglich ist sie einmal am Tag und ausschließlich für Beiträge ohne eingeschränkte Zielgruppe, wobei bis zur Zustellung mehrere Stunden vergehen können.

Für Einladungen an Kontakte ersten Grades zum Folgen der Seite stellt LinkedIn ein monatliches Guthaben bereit, das sich alle Admins der Seite teilen. Das Guthaben wird am ersten Tag jedes Monats aufgefüllt, und für jede angenommene Einladung schreibt LinkedIn den eingesetzten Betrag innerhalb von bis zu 72 Stunden wieder gut. Für die Einladungen nennt LinkedIn Kundschaft, Partnerbetriebe, Beratende und Interessierte aus Ihrem Netzwerk, die Ihr Unternehmen bereits kennen.

Im Bereich „Analysen“ finden Admins Auswertungen zu Inhalten, Followern, Besuchen, Auftritten in der LinkedIn-Suche samt der verwendeten Keywords und zum Wettbewerb. Für jeden Beitrag zeigt LinkedIn unter anderem Impressions, die Zahl der erreichten Mitglieder als Reichweite, die Klickrate sowie Reaktionen, Kommentare und geteilte Beiträge. Die Besuchsdaten lassen sich nach Tätigkeitsbereich, Standort, Karrierestufe, Branche und Unternehmensgröße aufschlüsseln, sobald eine Mindestzahl einzelner Besuchender erreicht ist.

Eine kostenlose Seite vergleicht ihre Zahlen mit einem Unternehmen aus dem Wettbewerb und eine Premium-Unternehmensseite mit bis zu neun, und über „Exportieren“ speichern Sie jeden Bereich als XLS-Datei für einen gewählten Zeitraum. Für die laufende Bewertung empfiehlt sich der Vergleich Ihrer Beiträge untereinander anhand weniger Kennzahlen wie der Klickrate und der gewonnenen Follower. Die Highlights im Bereich der Besuche zeigen dafür die Seitenaufrufe, die einzelnen Besuchenden und die Klicks auf Ihre Schaltfläche der letzten 30 Tage samt der Veränderung gegenüber den 30 Tagen davor.

★

Unser Tipp

Empfehlenswert ist, Ihre Mitarbeitenden direkt nach dem Anlegen der Seite zu bitten, im eigenen Profil unter „Berufserfahrung“ die neue Unternehmensseite als Arbeitgeber auszuwählen. Erst mit dieser Verknüpfung zählen sie als Beschäftigte, die Sie über wichtige Beiträge informieren können. Da die Zugehörigkeit nach Angaben von LinkedIn 14 bis 30 Tage bis zur Anzeige im Profil benötigen kann, lohnt sich diese Bitte gleich zu Beginn.

Fazit

Eine LinkedIn-Unternehmensseite legen Sie kostenlos am Rechner oder in der iOS-App an, sobald ein persönliches Profil mit echtem Namen und bestätigter E-Mail-Adresse besteht und für Ihr Unternehmen noch keine Seite existiert. Logo und Titelbild, ein Slogan mit bis zu 120 Zeichen und eine Übersicht mit bis zu 2.000 Zeichen vervollständigen zusammen mit Branche und Größe, Website und Standorten das Profil. Ein Hinweis auf das Impressum Ihrer Website in der Übersicht erfüllt die Anbieterkennzeichnung, und mindestens zwei Super-Admins mit Zwei-Faktor-Authentifizierung sichern die Verwaltung der Seite.

Beiträge veröffentlichen Super-Admins und Content-Admins sofort oder geplant bis zu drei Monate im Voraus, und über „Beschäftigte informieren“ erreichen wichtige Beiträge einmal täglich Ihre Mitarbeitenden. Einladungen an Kontakte ersten Grades aus einem monatlichen Guthaben erweitern den Kreis der Follower. Die Analysen bilden Besuche, Reichweite und Interaktionen bis zum Vergleich mit dem Wettbewerb ab.

Die Angaben geben den Stand vom 19. Oktober 2026 wieder. Grundlage sind der Hilfebereich von LinkedIn zum Erstellen, Bearbeiten und Schützen von Unternehmensseiten, zu Admin-Rollen, Bildspezifikationen, Schaltflächen, Beiträgen, geplanten Beiträgen, Benachrichtigungen an Beschäftigte, Einladungen, Analysen und zur Verifizierung, die Kurse von LinkedIn Learning zu Slogan und Übersicht, die Seite von LinkedIn Marketing Solutions zu Unternehmensseiten sowie die Hinweise der IHK Osnabrück zu Informationspflichten im Internet. Da LinkedIn seine Oberfläche laufend anpasst, können sich Bezeichnungen und einzelne Angaben mit kommenden Aktualisierungen verschieben.

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