Formulare, die abgeschickt werden: mehr Anfragen gewinnen
Feldanzahl, Beschriftung, Fehlermeldungen, mobile Bedienung: Wie Sie Ihr Kontaktformular so gestalten, dass aus Interesse tatsächlich eine Anfrage wird.
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Aus Besuchern Anfragen machen — mit dem, was ohnehin da ist.
Feldanzahl, Beschriftung, Fehlermeldungen, mobile Bedienung: Wie Sie Ihr Kontaktformular so gestalten, dass aus Interesse tatsächlich eine Anfrage wird.
Der Call-to-Action ist die Einladung zum nächsten Schritt. Wie Sie ihn aktiv formulieren, den Nutzen zeigen, sichtbar platzieren und auf ein Ziel ausrichten – damit aus Interesse eine Handlung wird.
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Conversion-Optimierung bezeichnet die Arbeit daran, dass mehr Besucher einer Website die gewünschte Handlung ausführen. Gemeint sind Anfragen über ein Formular, Anrufe, Newsletter-Anmeldungen oder Bestellungen. Anders als bei der Suchmaschinenoptimierung geht es dabei um die Menschen, die bereits da sind, und darum, ihnen den nächsten Schritt so leicht wie möglich zu machen.
Mehr Anfragen entstehen auf zwei Wegen: durch zusätzliche Besucher oder durch einen höheren Anteil derer, die handeln. Der erste Weg kostet Zeit oder Werbebudget, der zweite arbeitet mit dem, was bereits vorhanden ist. Steigt die Conversion-Rate von zwei auf drei Prozent, bringt das bei gleichbleibenden Besuchern die Hälfte mehr Anfragen, ohne dass ein weiterer Klick bezahlt werden müsste.
Darin liegt der besondere Wert dieser Arbeit, und sie beginnt mit einer schlichten Festlegung. Halten Sie fest, welche Handlung auf jeder wichtigen Seite gewünscht ist, und beschränken Sie sich dabei auf eine je Seite. Seiten, die gleichzeitig zum Anruf, zum Newsletter und zum Katalogdownload einladen, führen Besucher in verschiedene Richtungen und verlieren dabei einen Teil von ihnen.
Bevor Sie etwas ändern, gilt es herauszufinden, wo Besucher stehen bleiben. Die Auswertung zeigt, auf welchen Seiten Besuche enden und an welcher Stelle eines mehrstufigen Ablaufs die meisten aussteigen. Eine Heatmap ergänzt das um die Beobachtung, wie weit Besucher scrollen und wohin sie klicken.
Aufschlussreicher als jede Statistik bleibt jedoch das Zusehen. Bitten Sie drei Personen aus Ihrer Zielgruppe, eine konkrete Aufgabe auf Ihrer Website zu erledigen, und beobachten Sie schweigend. Die Stellen, an denen jemand zögert, zurückgeht oder eine Frage stellt, sind genau jene, die Anfragen kosten.
Aufschlussreich sind außerdem die Fragen, die Ihnen im Erstgespräch immer wieder gestellt werden. Jede dieser Fragen steht stellvertretend für eine Unsicherheit, die andere Besucher ebenfalls hatten, ohne sie auszusprechen. Diese Antworten auf der Seite selbst zu geben räumt Zweifel aus, bevor sie zum Abbruch führen.
Im oberen Bereich einer Seite entscheidet sich, ob jemand weiterliest. Dort gehört eine Überschrift hin, die den Nutzen benennt, ein Satz zur Einordnung und ein sichtbarer nächster Schritt. Der sichtbare Bereich vor dem Scrollen trägt die größte Aufmerksamkeit und verdient deshalb die wichtigste Aussage.
Darunter folgt der Beleg. Kundenstimmen mit Namen und Ort, Zahlen aus abgeschlossenen Projekten, Auszeichnungen oder eine Übersicht bisheriger Arbeiten nehmen Zweifel, bevor sie entstehen. Ebenso zählen Angaben, die Unsicherheit auflösen, etwa zur Dauer eines Projekts, zur Preisspanne oder zum Ablauf nach einer Anfrage. Wie sich das auf einer eigenen Seite umsetzen lässt, führt Landingpages, die konvertieren aus.
Ebenso zählt die Geschwindigkeit. Eine Seite, die auf dem Telefon mehrere Sekunden benötigt, verliert Besucher, bevor der erste Satz erscheint. Bei bezahltem Verkehr wirkt sich das unmittelbar in Geld aus, weil jeder verlorene Besuch bereits abgerechnet wurde.
Ein Call-to-Action wirkt am stärksten, wenn er benennt, was als Nächstes geschieht. „Termin vereinbaren" oder „Angebot anfordern" führen zuverlässiger als „Mehr erfahren", weil sie eine Erwartung setzen. Ergänzend nimmt ein kurzer Zusatz die Sorge vor einer Verpflichtung, etwa der Hinweis auf ein unverbindliches Gespräch.
Wiederholen Sie diesen Aufruf an jeder natürlichen Zäsur, also nach der Beschreibung der Leistung, nach den Belegen und am Seitenende. Farblich sollte er sich deutlich abheben und diese Farbe ausschließlich für Handlungen verwenden. Welche Formulierungen überzeugen, vertieft Der überzeugende Call-to-Action.
Vermeiden Sie an dieser Stelle Ablenkung. Ein Menü mit fünfzehn Punkten, seitliche Verweise und eingebundene Beiträge ziehen Aufmerksamkeit ab, die dem eigentlichen Ziel gilt. Auf reinen Angebotsseiten hat sich deshalb bewährt, die Navigation zu verschlanken und den Weg zum Abschluss freizuräumen.
Am Ende steht meist ein Formular, und dort entscheidet sich vieles. Jedes zusätzliche Feld kostet Abschlüsse, weshalb die Frage angebracht ist, welche Angaben Sie für den ersten Kontakt wirklich benötigen. Name, Nachricht und eine Möglichkeit zur Rückmeldung genügen in aller Regel, alles Weitere klärt sich im Gespräch.
Achten Sie außerdem auf verständliche Beschriftungen, auf Fehlermeldungen, die den konkreten Grund nennen, und auf eine Bestätigungsseite, die den nächsten Schritt beschreibt. Ein Hinweis darauf, wann eine Antwort zu erwarten ist, wirkt dabei stärker als jede Dankesformel. Sinnvoll ist zudem, kleinere Schritte als Micro-Conversion zu erfassen, etwa den Aufruf der Preisseite, weil sie früher zeigen, ob eine Änderung wirkt.
Rechnen Sie außerdem mit Menschen, die noch zögern. Ein zweiter, unverbindlicherer Weg neben der Hauptanfrage fängt diese Gruppe auf, etwa eine Checkliste zum Herunterladen oder ein kurzer Rückrufwunsch. Wichtig bleibt, dass dieser zweite Weg optisch zurücktritt, damit er den Hauptweg nicht verdrängt.
Änderungen entfalten ihren Wert erst, wenn Sie deren Wirkung kennen. Bei ausreichend Besuchern eignet sich ein A/B-Testing, bei dem eine Hälfte der Besucher die eine und die andere Hälfte die zweite Fassung sieht. Belastbar wird ein solcher Test ab etwa hundert Abschlüssen je Variante, was bei kleineren Websites mehrere Monate dauern kann.
Bei geringerem Zulauf führt ein anderer Weg schneller zum Ziel: Ändern Sie eine Sache, lassen Sie sie vier Wochen laufen und vergleichen Sie mit dem Zeitraum davor. Halten Sie dabei schriftlich fest, was Sie wann geändert haben, denn diese Liste macht spätere Ausschläge erklärbar. Die Beiträge weiter oben auf dieser Seite vertiefen die einzelnen Schritte.
Das hängt stark von Branche und Angebot ab. Für Dienstleistungen mit Anfrageformular gelten zwei bis fünf Prozent als üblich, im Onlinehandel liegen die Werte häufig darunter. Aussagekräftiger als jeder Vergleichswert ist die Entwicklung Ihrer eigenen Zahlen über die Zeit.
Bei den Seiten mit den meisten Besuchern und einer erkennbaren Absicht, also Leistungs-, Produkt- und Kontaktseiten. Prüfen Sie dort zuerst, ob der gewünschte nächste Schritt sichtbar ist, ob Zweifel durch Belege ausgeräumt werden und ob das Formular nur die nötigen Felder enthält.
So wenige wie möglich für den ersten Kontakt, meist genügen Name, Nachricht und eine Möglichkeit zur Rückmeldung. Jedes weitere Feld kostet Abschlüsse. Angaben zu Budget, Zeitrahmen oder Projektumfang lassen sich im anschließenden Gespräch klären.
Für ein belastbares A/B-Testing schon, als Richtwert gelten etwa hundert Abschlüsse je Variante. Bei geringerem Zulauf führt ein anderer Weg zum Ziel: eine Änderung vornehmen, vier Wochen laufen lassen und mit dem Zeitraum davor vergleichen, begleitet von einer schriftlichen Notiz zur Änderung.
Anders als bei der Suchmaschinenoptimierung wirken Änderungen sofort, weil sie die Besucher betreffen, die ohnehin kommen. Belastbar wird die Aussage allerdings erst nach einigen Wochen, weil einzelne Tage stark schwanken und Wochentage sich unterschiedlich verhalten.
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