Early Fokus
Digital-Marketing Guide: Ratgeber & Tutorials
SEO

Bevorzugte Quellen in der Google-Suche einrichten

Seit dem 20. August 2026 stellt Google eine Schaltfläche bereit, mit der Ihre Leser Ihre Website als bevorzugte Quelle auswählen können. Für Sie ist das eine der wenigen Möglichkeiten, die unabhängig von der Platzierung in den Suchergebnissen wirkt.

Aufgeschlagenes Magazin auf einem dunklen Tisch, auf dessen rechter Seite ein leuchtender Ring einen einzelnen Beitrag hervorhebt.

Illustration: KI-generiert

Wiederkehrende Leser sind für Ihre Website wertvoller als einmalige Besucher, und genau hier hilft Ihnen eine Funktion, die Google seit August 2025 ausbaut. Ihre Leser können einzelne Websites in der Suche als bevorzugte Quelle markieren, und danach erscheinen Ihre Beiträge bei diesen Personen weiter oben und deutlicher hervorgehoben als zuvor. Die Auswahl trifft allein der Leser. Diese Sichtbarkeit entsteht damit unabhängig von den üblichen Rankingfaktoren.

Am 20. August 2026 hat Google die Anleitung für Website-Betreiber erweitert und eine Schaltfläche veröffentlicht, die Sie unmittelbar in Ihre Seiten einbauen können, ohne Ihre Leser dafür in die Einstellungen der Suche zu schicken. Diesen Zwischenschritt haben verständlicherweise nur wenige auf sich genommen. Empfehlenswert ist die Einrichtung vor allem dann, wenn Sie regelmäßig veröffentlichen, etwa in einem Ratgeberbereich oder einer Nachrichtenrubrik.

Was bevorzugte Quellen in der Suche bewirken

Gestartet ist die Funktion am 12. August 2025 in den Vereinigten Staaten und in Indien. Inzwischen steht sie Ihnen nach Angaben von Google weltweit und in allen Sprachen zur Verfügung, in denen die Suche angeboten wird, und ihre erste Wirkung entfaltet sie in den Schlagzeilen. Gemeint ist die Box mit aktuellen Meldungen oben in den Suchergebnissen, bei Google „Top Stories“ genannt.

Dieselbe Auswahl wirkt in den KI-Antworten, also in der automatisch erzeugten Zusammenfassung über den Treffern und im Frage-und-Antwort-Modus der Suche. Beides trägt bei Google die Bezeichnung AI Overviews und AI Mode, und in beiden Fällen greift das System bevorzugt auf die Texte jener Websites zurück, die ein Leser selbst ausgewählt hat. Ihre Beiträge können damit auch dort erscheinen, wo sonst nur wenige Quellen herangezogen werden.

Erkennbar wird die Auswahl an einem kleinen Abzeichen neben Ihrem Namen, und zusätzlich blendet Google einen eigenen Bereich mit Beiträgen aus den gewählten Quellen ein, während die Inhalte anderer Anbieter weiterhin sichtbar bleiben. Die Auswahl verschiebt also die Gewichtung und ersetzt das Ergebnis nicht. Nach Angaben von Google klicken Leser etwa doppelt so häufig auf eine Website, die sie zuvor als bevorzugte Quelle ausgewählt haben, und das passt zu der starken Wirkung, die Bekanntheit auf die Klickrate hat.

Der Nutzen für Ihre Leser

Zuerst profitiert Ihre Leserschaft, und deshalb lohnt es sich, diesen Vorteil auch zu erklären. Beim Suchen nach Nachrichten oder Ratgebern erscheinen mit dieser Einstellung zuerst die vertrauten Seiten, also etwa eine Tageszeitung, ein Fachmagazin oder Ihr eigener Ratgeber mit seinen Fachthemen.

Im Kern bestimmen Ihre Leser damit mit, aus welchen Quellen ihre täglichen Informationen stammen. Für Sie ist das ein gutes Argument, wenn Sie in einem Beitrag oder im Newsletter um diese Auswahl bitten, denn der Vorteil daraus kommt in erster Linie Ihrer Leserschaft zugute.

Voraussetzungen für Ihre Website

Auswählbar sind nach den Angaben von Google nur vollständige Adressen wie ihre-domain.de oder ratgeber.ihre-domain.de, also Ihre Hauptadresse und mögliche Unteradressen. Ein Unterverzeichnis wie ihre-domain.de/blog lässt sich dagegen nicht gesondert auswählen, und Ihr Ratgeber wird deshalb immer gemeinsam mit dem übrigen Auftritt gewählt. Für kleinere Websites ist das günstig, bei großen Auftritten mit sehr verschiedenen Themen lohnt vorab eine kurze Überlegung.

Erscheinen muss Ihre Website außerdem im Auswahlwerkzeug der Suche, das Google unter google.com/preferences/source bereitstellt und in das Sie zur Prüfung einfach Ihre Adresse eintragen können. Das Ergebnis sehen Sie sofort. Grundlage dafür sind regelmäßig veröffentlichte aktuelle Beiträge, denn das Werkzeug führt jene Seiten, die für aktuelle Themen infrage kommen. Für die KI-Antworten kommt eine weitere Bedingung hinzu, die Sie selbst steuern. Ihre Website muss in die generativen KI-Funktionen einbezogen sein, und einstellen lässt sich das in der Search Console, dem kostenlosen Werkzeug von Google für Website-Betreiber. Wie sich die Wirkung anschließend ablesen lässt, zeigen die KI-Berichte derselben Anwendung.

✓

Unser Tipp

Wir empfehlen Ihnen, zuerst im Auswahlwerkzeug nachzusehen, ob Ihre Adresse dort geführt wird. Ist das der Fall, lohnt sich die Schaltfläche unter Ihren Beiträgen. Am besten weisen Sie Ihre Leser danach im Newsletter freundlich darauf hin, denn dort erreichen Sie genau jene Menschen mit Interesse an Ihren Themen.

So bauen Sie den Button für bevorzugte Quellen ein

Für den Einbau genügen zwei kurze Zeilen, die Google vorgibt. Am besten reichen Sie beide an die Betreuung Ihrer Website weiter mit der Bitte um Aufnahme in die Vorlage Ihrer Beiträge, damit die Schaltfläche anschließend auf jeder Seite erscheint.

Wo Sie die beiden Codezeilen eintragen können Die erste lädt die Schaltfläche, die zweite bestimmt, wo Ihre Leser sie sehen 1 <head> 2 <script async src="https://news.google.com/swg/js/v1/publisher.js"></script> 3 </head> 4 <body> 5 <div google-add-preferred-source-btn></div> 6 </body> lädt die Schaltfläche, einmal je Seite an dieser Stelle erscheint sie im Text
Farbig hinterlegt sind die beiden Zeilen, die Sie ergänzen können. Die erste gehört zwischen die Kopfzeilen Ihrer Vorlage, die zweite an jene Stelle im Text, an der Ihre Leser die Schaltfläche sehen sollen.

Die zweite Zeile nimmt bei Bedarf zwei Angaben auf, nämlich data-theme für die helle oder dunkle Darstellung und data-lang für eine Sprache, die von der automatisch erkannten abweicht. Voreingestellt ist die helle Fassung, und da Google Beschriftung und Farbe selbst vorgibt und automatisch übersetzt, entfallen eigene Anpassungen an der Gestaltung.

Arbeiten Sie mit einem System, das eigenes JavaScript erschwert, nennt Google einen einfachen Ersatz. Ein gewöhnlicher Verweis auf google.com/preferences/source?q=ihre-domain.de führt Ihre Leser mit vorausgefüllter Adresse in das Auswahlwerkzeug, und dort genügt ein Klick. Für eine Einpassung in ein eigenes Gestaltungsraster nennt die Dokumentation zusätzlich den technischen Zugang über ES-Module. Zur Platzierung macht Google keine Vorgabe, und bewährt hat sich eine Stelle mit Bezug zum Lesen. Wir empfehlen das Ende eines Beitrags, wo Ihre Leser ohnehin über ein Abonnement und weiterführende Inhalte entscheiden, sowie die Nähe zu den Verweisen auf Ihre Profile. Angenehm ist dabei, dass die Schaltfläche Ihre Leser auf der Seite hält, während ein Verweis in die Sucheinstellungen den Lesefluss unterbricht.

Das Suchprofil als zweite Schaltfläche

Parallel dazu hat Google am 4. Juni 2026 das Suchprofil vorgestellt, das die Inhalte einer Marke aus Website und sozialen Netzwerken an einer Stelle bündelt. Ihre Leser können einem solchen Profil folgen, und die verknüpften Inhalte erscheinen für sie danach häufiger in Discover und im Knowledge Panel, also im Empfehlungsbereich der Google-App und in der Infobox neben den Suchergebnissen. Beanspruchen können ein Profil nach Angaben von Google jene Publisher und Kreativen, die auf mindestens einer großen sozialen Plattform oder Videoplattform eine nennenswerte Gefolgschaft vorweisen.

Bei der Verfügbarkeit raten wir zur Zurückhaltung, denn Google nennt für den Start die Vereinigten Staaten und ein Mindestalter von achtzehn Jahren für die Person, die das Profil beansprucht. Eine breitere Ausspielung ist angekündigt, und ob Ihr Unternehmen bereits ein Profil beanspruchen kann, zeigt Ihnen ein Blick in die Infobox Ihrer Marke neben den Suchergebnissen. Bis zur Freigabe in Deutschland bleibt die bevorzugte Quelle die praktikable Möglichkeit.

Für die Gestaltung nennt Google Vorgaben, die bei beiden Abzeichen gelten. Die anklickbare Fläche misst mindestens 48 × 48 dp unter Android sowie 44 × 44 px unter iOS und im Web, und das Logo bleibt unverzerrt und farblich unverändert. Stehen beide Schaltflächen nebeneinander, empfiehlt Google für das Suchprofil die auffälligere Fassung mit Beschriftung, damit Ihre Leser die beiden Angebote auf den ersten Blick unterscheiden können.

Fazit: Sichtbarkeit aus der Leserbindung

Bevorzugte Quellen verschieben einen Teil Ihrer Sichtbarkeit von der Bewertung durch Google hin zur Entscheidung Ihrer Leser, und darin liegt ihr Wert gerade für kleinere Anbieter. Der Einbau kostet zwei Zeilen in der Vorlage, die Voraussetzungen prüfen Sie im Auswahlwerkzeug von Google, und die Wirkung zeigt sich in den Schlagzeilen ebenso wie in den KI-Antworten. Das Suchprofil ergänzt das um die Bindung über Discover, sobald Google es in Deutschland freigibt.

Wie alle Maßnahmen dieser Art verstärkt die Schaltfläche eine Bindung, die bereits besteht. Sie lohnt sich deshalb besonders bei einem festen Veröffentlichungsrhythmus und einem erkennbaren Thema, wie es auch die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung und die Optimierung für KI-Antworten beschreiben.

Grundlage dieses Beitrags sind die Dokumentation von Google Search Central zu bevorzugten Quellen und zum Suchprofil-Abzeichen sowie die Ankündigungen im Google-Blog vom 12. August 2025, vom 4. Juni 2026 und vom 20. August 2026. Stand der Angaben ist der 23. September 2026.

Early Netzwerk

Bereit für den nächsten Schritt?

SEO bildet das Fundament – für die Umsetzung stehen unsere Schwestermarken bereit. Wählen Sie die passende Leistung und buchen Sie direkt beim Spezialisten.